Abschlussarbeiten (Univ. Marburg)

Master


Menschliche Götter und göttliche Menschen im Neuen Reich. Eine Analyse der drei „Brüder-Sohn-Konstellationen“ der Ramessidenzeit unter besonderer Berücksichtigung mythischer Dimensionen und fiktiver Wirklichkeiten
Jennifer Peppler M.A.
Abschlussjahr: 2011

Magister


Das Geburtshaus von Kleopatra VII. in Hermonthis. Eine Rekonstruktion der Dekoration
Daniela Rutica M.A.
Abschlussjahr: 2011

Kleopatras vergessener Tempel

Nach der Geburt ihres Sohnes Caesarion veranlasste Kleopatra VII. in der oberägyptischen Stadt Hermonthis den Bau und die Dekoration eines prachtvollen Geburtshauses, das der Sonnengöttin Rat-taui und dem Kindgott Harpre geweiht wurde. Noch im 18. und 19. Jahrhundert war die Tempelanlage zum größten Teil erhalten und wurde von vielen Reisenden begeistert beschrieben. Einige Forscher und Ägyptologen, darunter Vivant Denon, Champollion, Rosellini und Lepsius, dokumentierten die Architektur des Tempels und Szenen des Bildprogramms in Form von Plänen, Nachzeichnungen und Notizen. Neben der ägyptologischen Dokumentation war das Geburtshaus der Kleopatra ein reizvolles Sujet für Maler und Photographen, bis der Tempel 1861/1862 einem Bauprojekt der ägyptischen Regierung zum Opfer fiel und für den Bau einer Zuckerfabrik abgetragen wurde. Diese Zerstörung war umso schmerzlicher, da die Dokumentation der, teilweise einmaligen, Reliefdarstellungen des Heiligtums bis zu diesem Zeitpunkt nur unvollständig erfolgt war.
Es ist dem Einsatz der vielen Forscher, Zeichner, Ägyptologen und Photographen zu verdanken, dass trotzdem insgesamt ein großer Teil der Darstellungen des Tempels in Form von Nachzeichnungen, Photos und Beschreibungen für die Nachwelt gerettet werden konnte. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Rekonstruktion der zerstörten Dekoration des Geburtshauses von Hermonthis. Dazu war es zunächst nötig, die verschiedenen Quellen zusammenzutragen, die den Tempel vor seiner Zerstörung beschreiben. Danach erfolgte durch systematische Zusammenstellung, Auswertung und Vergleich der erhaltenen Nachzeichnungen, Abbildungen, Photos und Beschreibungen eine Rekonstruktion des einstigen Bildprogramms in Form von eigenen gezeichneten und digital bearbeiteten Bildtafeln und beschreibendem Text. Die in den Text eingefügten Zeichnungen sind Darstellungen von Details und Einzelszenen oder verkleinerte Varianten der Rekonstruktionszeichnungen der Tempelwände, die im Bildteil dieser Arbeit großformatig abgebildet sind. Während im Text die einzelnen Szenen gemäß der Quellenlage beschrieben und Besonderheiten der Dekoration anhand der Abbildungen besprochen werden, bilden die Bildtafeln das Heiligtum in seiner Gesamtheit ab, soweit rekonstruierbar, und ermöglichen somit in anschaulicher Weise einen Überblick über das einstige Bildprogramm des Geburtshauses.

www.uni-goettingen.de/de/publikationen/470881.html

Hyäne und Hyänenhund. Untersuchungen anhand der Zooarchäologie sowie der Darstellungen und Textzeugen aus dem alten Ägypten
Daniela Steder M.A.
Abschlussjahr: 2010

Aus Unkenntnis oder Fehlinterpretationen zoologischer und verhaltensbiologischer Belange entstehen bei der Auswertung ägyptologischen Materials zu Hyänen häufig Fehler und Verwechslungen. Daher beginnt diese Studie mit einer detaillierten Vorstellung der fünf in Frage kommenden Arten: der Tüpfelhyäne, der Schabrackenhyäne oder Braunen Hyäne, der Streifenhyäne, des Erdwolfs [Überfamilie: Katzenartige] und des Hyänenhundes [Überfamilie: Hundeartige]. Im Anschluss werden Darstellungen von Streifenhyänen in dynastischer Zeit untersucht, wobei diese als Masttiere, Opfertiere, Jagdbeute und Wildtier, Jagdhelfer sowie in anderen Kontexten auftreten. Als nächstes geht es um Symbolgehalt und Metaphorik der Hyäne im alten Ägypten anhand von Domänenbezeichnungen, literarischen Zeugnissen des alten Ägypten, um Abbildungen späterer Zeit sowie Vorstellungen über Hyänen in der Antike, dem Mittelalter, der Bibel und dem heutigen Afrika und Asien. Den Abschluss bilden Überlegungen zur Verwendung von Hyänen in der altägyptischen Kultur, ihrer Abbildung in der altägyptischen Kunst sowie ein Nachwort zu nach Abschluss der Studie erschienen Arbeiten zur Hyänenmast.

www.vml.de/d/detail.php?ISBN=978-3-89646-492-7

Mentalitätsgeschichtlicher Vergleich zwischen ägyptischer Magie und Psychosomatik
Dr. Ruppert Rentz
Abschlussjahr: 2005

 

Letzte Aktualisierung: 19. 12. 2016